Beim Motorradfahren spielt die Wahl der richtigen Reifen eine entscheidende Rolle für Sicherheit, Fahrkomfort und Langlebigkeit. Zunächst ist es wichtig, dass die verwendeten Reifen eine offizielle Freigabe oder Zulassung für das jeweilige Motorradmodell haben. Je nach Einsatzzweck gibt es unterschiedliche Reifentypen, darunter Sportreifen, Tourenreifen oder Enduroreifen, die sich in Profil und Gummimischung unterscheiden. Weiche Mischungen bieten besseren Grip, nutzen sich aber schneller ab, während härtere Mischungen eine längere Lebensdauer haben.
Welcher Reifen ist nun der Beste? Diablo Rosso, Battlax oder doch Pilot Power? Hersteller wie Pirelli, Michelin, Dunlop, Continental, Bridgestone und Metzeler bilden die Platzhirsche (keine bezahlte Werbung). Hier gibt es Modelle mit unterschiedlichen Härtegrade und Ausführungen. Natürlich auch unterschiedliche Preislagen. Welcher Reifen nun aber der Beste ist, das ist und bleibt eine grundlegende Frage zu unzähligen Diskussionen.
Der richtige Reifendruck ist ebenfalls essenziell, da zu niedriger Druck zu übermäßiger Erwärmung und schnellerem Verschleiß führen kann, während zu hoher Druck den Grip und Fahrkomfort negativ beeinflusst. Zudem sollte die Profiltiefe regelmäßig kontrolliert werden. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm, doch für eine sichere Fahrt wird ein Wechsel bereits ab 2 mm empfohlen. Ein ungleichmäßiger Abrieb kann auf falschen Luftdruck oder Fahrwerksprobleme hindeuten.
Neben dem Profil ist auch das Alter der Reifen entscheidend. Mit der Zeit härten sie aus, wodurch die Haftung nachlässt. Als Faustregel gilt, dass Reifen spätestens nach fünf bis sechs Jahren ausgetauscht werden sollten – unabhängig von der verbleibenden Profiltiefe. Das Herstellungsdatum lässt sich an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke ablesen.
Nach der Montage neuer Reifen ist eine Einfahrzeit von etwa 100 bis 200 Kilometern ratsam, da die Oberfläche oft mit einer Trennschicht versehen ist. Zudem benötigen einige sportliche Reifen eine gewisse Betriebstemperatur, um ihre volle Haftung zu entfalten. Beim Reifenwechsel sollte stets auf die korrekte Laufrichtung geachtet und die Räder ausgewuchtet werden, um ein stabiles Fahrverhalten zu gewährleisten.
Bloß nicht übertreiben und einen Highsider riskieren. Der Highsider entsteht, sobald das Bike an Gripverlust beim Rutschen plötzlich schlagartig wieder Grip bekommt und das Bike sich aufrichten möchte, weil Gas zugemacht wird. Das Vorderrad wirkt wie ein Hebel und schmeißt den Fahrer über bzw. vor das Bike, welches zur Kurvenaußenseite fällt. Besser ist das Gas zu halten und das Bike arbeiten zu lassen. So leicht wie es Grip verliert, so leicht sollte es Grip wieder bekommen. So riskiert man eher das weniger schlimme Gegenstück.
Das Gegenstück ist der Lowsider - das Hinterrad rutscht weg und das Motorrad fällt zur Kurveninnenseite, im besten Fall vor den Fahrer.
Auch die Witterung spielt eine große Rolle. Kalte Temperaturen und Nässe können die Haftung erheblich verringern. Während Winterreifen für Motorräder selten sind, gibt es Sommerreifen, die bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius an Grip verlieren. Daher sollte die Bereifung stets an die jeweiligen Fahrbedingungen angepasst sein. Dazu gibt es aber mehr Informationen im Blog-Beitrag über Straße & Kurven.
Wir wünschen viel Spaß und eine tolle Saison 2025!
Together We Ride - United We Bike
Team HighStreet